2013 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2013 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 8.700 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 3 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Mein Jahr 2012

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 2.200 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 4 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Um Kräfte zu sammeln ….

… für eine ausgiebigen Spaziergang durch die verschneiten Winterlandschaften, möchte ich euch heute mit meinem wöchentlichen Rezept ein paar Anregungen geben.

Neulich habe ich meinen Schatz mit Frittierten Stubenküken mit Sauce Tartare und einer Variation von Süßkartoffeln überrascht.

Stubenkuumlken1

Dieses feine Rezept möchte ich heute mit euch teilen.
Dazu braucht ihr folgendes:

Für die Stubenküken:

2 küchenfertige Stubenküken zu je 500 Gramm ( Lasst sie euch vom Metzger zerteilen oder macht es einfach selbst )
8 Stängel glatte Petersilie
6 Esslöffel Naturjoghurt
6 Esslöffel saure Sahne
2 Esslöffel Sahne
4 Eier
200 g Semmelbrösel
200 g Mehl
1 Zitrone
2 Esslöffel Paprikapulver
Pfeffer und Salz
1 Kg Butterschmalz zum Frittieren

Für die Sauce Tartare:

2 Eier
2 Eigelb
220 ml Sonnenblumenöl
1/2 Bund Schnittlauch
2 Sardellenfilets
4 eingelegte Gurken
1 Teelöffel Zitronensaft
2 Teelöffel Senf
2 Esslöffel Essig
2 Esslöffel saure Sahne
Pfeffer und Salz

Für die Süßkartoffel-Variation:

Für’s Püree:

2 große Süßkartoffeln
2 große festkochende Kartoffeln
200 ml Milch
1 Esslöffel Butter
Pulver von Zimt, Muskat und Chilli
Salz und Pfeffer

Für die gebackenen:

2 große Süßkartoffeln
6 Esslöffel Olivenöl
Salz, Pfeffer und Paprikapulver

Für die gebratenen Süßkartoffeln:

2 große Süßkartoffeln
grobkörniges Salz
200 ml Olivenöl
Thymian und Rosmarin ( Getrocknetes Pulver genügt )

Wenn ihr alle Zutaten besorgt habt, müsst ihr folgende Schritte für dieses leckere Mahl tun:

1.
Zerkleinert eure Petersilie und vermischt die Hälfte davon mit dem Naturjoghurt, der sauren Sahne und dem Paprikapulver.
Legt eure zerteilten Stubenkükenteile in eine Schüssel, Pfeffert und Salzt das ganze und gebt die Joghurtmarinade darüber. Achtet darauf das alle Kükenteile bedeckt sind. Stellt das ganze dann 2 Stunden in den Kühlschrank.

2.
Für die Sauce Tartare müsst ihr eure Eier in ca. 10 Minuten hart kochen. Schreckt sie ab und pellt sie dann.
Nehmt euch ein hohes Gefäß und gebt 2 frische Eigelb, den Senf und den Essig zusammen mit Pfeffer und Salz hinein.
Zerschlagt dann alles mit eurem Pürierstab. Gebt dabei nach und nach das Öl dazu bis eine cremige Mayonnaise entsteht.

3.
Würfelt jetzt eure Sardellenfilets und die Gurken ganz fein. Halbiert eure hartgekochten Eier , trennt aber das Eigelb und das Eiweiß voneinander. Dann könnt ihr die getrennten Eiteile fein würfeln.
Nehmt euer gewürfeltes Ei ( bis auf einen Esslöffel Eiweiß ) und die saure Sahne und rührt es unter eure Mayonnaise.
Das ganz würzt ihr jetzt mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft und gebt den Schnittlauch in feine Röllchen geschnitten darunter. Stellt dann alles in den Kühlschrank.

4.
Nehmt euch 3 tiefe Teller und macht auf den einen euer Mehl und auf den anderen eure Semmelbrösel und auf dem dritten verquirlt ihr eure 4 Eier mit den 2 Esslöffeln Sahne.
Nehmt dann eure Stubenkükenteile aus der Marinade wendet sie dann durch euer Mehl, dann in euer Ei-Sahne und zuletzt in den Semmelbröseln, damit sie schön paniert sind.

5.
Nehmt jetzt einen großen Topf oder eine Fritteuse und zerlasst das Kilo Butterschmalz darin.
Lasst jetzt eure panierten Stubenkükenteile für ca. 10 Minuten darin goldbraun ausbacken.
Nehmt eure frittierten Stubenküken raus und legt sie auf etwas Küchenpapier damit sie abtropfen.
Halbiert eure Zitrone und schneidet sie in Spalten.

Richtet jetzt eure frittierten Stubenküken zusammen mit den Zitronenspalten und der Sauce Tartare und der übrigen Petersilie an.

Als Beilage passt sehr gut Kartoffelsalat.
Ich hatte mich aber für eine Variation von Süßkartoffeln entschieden.

Für die gebackenen Süßkartoffeln müsst ihr nicht viel tun.
Heizt einfach eure Backofen auf 180 Grad vor.
Schält eure Süßkartoffeln, nehmt genügend Alufolie und legt sie einzeln darauf.
Reibt sie mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer und Paprikapulver ein und wickelt sie in die Alufolie.
Legt sie einfach für 20 Minuten in euren Backofen und ihr könnt sie euch schmecken lassen.

Für das Süßkartoffelpüree ist das Rezept genauso einfach wie für normales Kartoffelpüree aber raffinierter.
Süßkartoffeln und Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden, in leicht gesalzenem Wasser ca. 15-20 Minuten kochen. Dabei die Süßkartoffeln ca. 5 min später zugeben, da sie schneller garen. Sind sie gar, das Kochwasser abgießen und die Kartoffeln mit dem Stampfer (nicht mit dem Mixer, das Ganze wird sonst schleimig) pürieren. Butter und die Milch dazugeben und stampfen, bis das Püree die gewünschte Konsistenz hat.
Das Püree mit gemahlenen Chili oder Cayennepfeffer, Salz, Pfeffer, Muskat und einer winzigen(!) Prise Zimt abschmecken. Schon habt ihr eine zweite Variation der Süßkartoffel.

Die gebratenen Süßkartoffeln macht ihr genau so wie die normalen Bratkartoffeln auch.
Schält die Süßkartoffeln ( Kochen müsst ihr sie nicht vorher, da sie schnell gar werden ) und gebt etwas Öl in eine Pfanne. Würzt eure Kartoffelnscheiben mit Salz, Pfeffer, etwas Currypulver, dem Rosmarin und Thymian und bratet sie einfach bis sie die für euch gewünschte Farbe haben.

Richtet von jeder Beilage einfach eine kleine Portion auf einem Teller an und serviert es mit euren Stubenküken und der Sauce Tartare.

Dann heißt es wieder Babbel-Time und ich garantiere euch, ihr habt danach genug Kraft für einen Winterspaziergang.

Guten Appetit

Mal was neues

Liebe Freunde,

ich möchte in meinem kleinen Blog eine neue Kategorie einführen.
Sie soll den Titel „Leckerbissen“ führen.
Da ich neuerdings wieder ganz gerne esse und auch einen Sinn für was leckeres zu babbeln habe, möchte ich einmal die Woche ein schönes Rezept mit euch teilen.

Die Rezepte die veröffentlicht werden, sind garantiert von mir und meinem Gaumen persönlich getestet und für gut befunden worden.

Mein erstes Rezept wird eine überbackene Kartoffelsuppe sein. Damit habe ich meinen Schatz vor ein paar Monaten einmal verwöhnt.
Ein einfaches Rezept, das sich auf unendlich viele kreative Arten abwandeln lässt. Also nur Mut zum Experimentieren.

Folgende Zutaten braucht ihr für 2 Personen:

600g Kartoffeln ( wenn möglich Festkochende )
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
4 EL Butter
3 EL Olivenöl
800 ml Geflügelbrühe ( ihr könnt auch Brühwürfel nehmen )
2 Scheiben Toastbrot ohne Rinde
3 EL Naturjoghurt
200g Sahne
2 Eigelb
40g geriebener Parmesan
Muskatnuss ( ein paar Krümel Pulver )
Salz
Pfeffer

Pürierstab
Handmixer

Und so geht es:

1.
Schält die Zwiebeln und den Knoblauch und würfelt alles schön fein.
Die Kartoffeln schälen und in 1-2 cm große Würfel schneiden.
1 Esslöffel Butter und 3 Esslöffel Olivenöl in einem Topf erhitzen.
Die fein gewürfelten Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten.
Jetzt die Kartoffeln hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und der Muskatnuss würzen.
Das ganze soll jetzt ca. 25 Minuten bei mittlerer Hitze weich dünsten.

2.
Die Rinde vom Toastbrot entfernen und das Toast in ca. 1 cm große Würfel schneiden.
Nun die restlichen 3 Esslöffel Butter in einer Pfanne erhitzen.
Das Toastbrot schön knusprig anbraten und aus der Pfanne nehmen.
Wenn sie abgekühlt sind, habt ihr schöne Croutons.

3.
Jetzt nehmt ihr eure weich gekochten Kartoffeln vom Herd und fangt an das ganze portionsweise mit dem Naturjoghurt zu pürieren.
Nehmt einen Handmixer und schlagt 150g Sahne steif um diese anschließend unter die Suppe zu rühren.

4.
Heizt euren Backofen auf 250 Grad vor.
Verrührt jetzt die beiden Eigelb mit den 40g Parmesan und den restlichen 50g Sahne.
Schmeckt die Suppe noch einmal nach Belieben ab und verteilt die Croutons oben drauf.
Anschließend verteilt ihr noch die Ei-Parmesan-Sahne-Creme auf der Suppe.
Schiebt jetzt euren Topf für ca. 5-8 Minuten auf die unterste Schiene in euren vorgeheizten Backofen.

Und dann heißt es “ Babbel-Time “

Wer möchte kann noch ein paar kleine Stückchen geräucherten Lachs, Aal oder Makrele auf dem Teller verteilen und die Suppe darüber geben.

Guten Appetit

Wacht auf!

Ich weiß nicht ob ihr es gewusst habt, aber heute ist der 26. internationale Tag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen.
Dies möchte ich heute zum Anlass nehmen und einen Aufruf an die Männerwelt richten.

HÖRT MIT DER GEWALT AUF! HÖRT AUF EURE FRAUEN, EURE TÖCHTER, EURE FREUNDINNEN; EURE NICHTEN, MÜTTER UND TANTEN ZU SCHLAGEN! TUT EINFACH NIEMANDEM MEHR GEWALT AN, DENN ES IST KEINE LÖSUNG!

Statistisch gesehen ist jede 4. Frau in Deutschland regelmäßig Opfer von häuslicher Gewalt.
65 Prozent sind es sogar im laufe ihres Lebens schon einmal geworden.
Das ist skandalös, denn mit Gewalt ist noch niemand weitergekommen. Jedenfalls nicht auf Dauer.

In Afghanistan sind sogar 98 Prozent der Frauen das Opfer von Gewalt.
Die islamischen Religionsgelehrten rufen dazu sogar noch auf.
Doch das ist im Christentum und in anderen Religionen nicht anders.
Daher soll dies keine Kritik an irgendeiner Religion sein, sondern an den Menschen, egal ob jung oder alt, egal ob Muslim, Christ, Jude, Hindi, Buddhist, Anhänger einer Naturreligion oder Heide, die auf so einen Schwachsinn hören und sich einfach einreden lassen, Gewalt an Frauen wäre normal.

Fast genau so schlimm wie die, die anderen Gewalt antun, sind diejenigen die einfach wegschauen.

Doch warum schauen so viele Leute weg? Ist es Feigheit? Oder ist es einfach nur Toleranz? Vielleicht ist es aber auch Zustimmung? Weil man selber so erzogen wurde.
Egal warum man wegschaut. Es ist immer falsch.
Denn so kann der Kreislauf niemals durchbrochen werden. So wächst immer wieder eine neue Generation heran, die es nicht anders kennt.
Es muss die Einsicht in den Köpfen der Menschen Einzug halten, dass es auch ohne Gewalt im Leben geht.
Egal ob in der Erziehung oder in einer Beziehung.

Viele scheinen einfach auch nur zu vergessen, dass Gewalt verboten ist und eine Straftat darstellt.
Weder Frauen noch Kinder dürfen geschlagen werden. Männer natürlich auch nicht. Es gibt keinen Grund der dies rechtfertigen würde.

Derzeit leben ca. 90.000 Frauen in Deutschland in Frauenhäusern. In Frankreich sind es sogar über 300.000, denn da ist die Zahl von Opfern häuslicher Gewalt noch um einiges größer.
Die Dunkelziffer ist immens. Denn nur der kleinste Teil der Betroffenen spricht es offen aus.
JA, ich werde geschlagen und Ja, ich brauche Hilfe.

Wer betroffen ist und Hilfe sucht, ist nicht allein.
Es gibt Organisationen die gern helfen, dem ein Ende zu bereiten.

Zwei Nummer möchte ich euch mit auf den Weg geben.

Die Organisation Terre des Femmes bietet ein Notfalltelefon an: 030-40504699-0
Es ist immer besetzt, notfalls auch in mehreren Sprachen.

Weiterhin gibt es die Internetseite: http://www.frauen-gegen-gewalt.de
Dort gibt es eine Suchfunktion die euch Beratungsstellen in eurer Nähe aufzeigt.

Für Kinder und Jugendliche die Opfer von Gewalt werden, habe ich noch eine Sondernummer:

Die Nummer gegen Kummer: 0800-111 0 333
Diese Kostenlose Telefonnummer ist für all die da, die Hilfe suchen oder einfach einmal ( auch anonym ) über ihre Probleme quatschen wollen.

Habt keine Angst! Nehmt die Hilfe an, denn schlimmer kann es nicht mehr werden.

Ein Wolf im Schafspelz, oder wie backe ich mir eine Diktatur

Fast auf den Tag genau 30 Jahre unterstützte der Westen Husni Mubarack bevor sie ihn fallen ließen, bevor sie ihn als Despoten und Diktator bezeichneten.
Doch heute sitzt ein viel größerer Verbrecher im Kairoer Präsidentenpalast.
Der Islamist Mohammed Mursi!

Er ist das typische Beispiel für einen “ Wolf im Schafspelz „.
Am Anfang seiner Amtszeit von der internationalen Staatengemeinschaft noch für schwach, naiv und vielleicht sogar ein bisschen dümmlich gehalten, entpuppt er sich heute als eiskalter Machtmensch.
Staatsstreichartig versucht er alle Befugnisse an sich zu reißen um so eine islamistische und autokratische Diktatur zu errichten.

In seinem neusten Dekret stellt sich der Präsident über alles und über jeden.
Über die Justiz, über das Militär und natürlich auch über das eigene Volk.
Der durch eine “ Revolution des einfachen Volkes “ an die Macht gekommene Muslimbruder will von den kleinen Leuten nichts mehr wissen.
Ihn interessiert nur noch Einfluss, Geld und Macht.
Der Wille des Volkes steht da hinten an.

Das Militär wurde kalt gestellt, die Justiz ebenso wie jede kritische Stimme.
Alle die nicht für ihn sind, sind gegen ihn. Und diese Stimmen sollen zum schweigen gebracht werden.

Der ägyptische Generalstaatsanwalt, einer der größten Kritiker Mursis wurde entlassen.
Dies versuchte der Präsident schon vor einigen Monaten, doch der Druck der Justiz wurde zu groß und Mursi lenkte ein.
Doch nun hat er die Justiz kalt gestellt und damit den Weg zur neuerlichen Entlassung des Chefanklägers freigemacht.
Mohammed Mursi sieht sich selbst als “ Herrscher auf Befehl Gottes „.
Er, die Muslimbrüder und die verbündeten Salafisten wollen eine islamistische, an der Scharia orientierte Verfassung.
Die wollen sie durchsetzen, indem Mursi das oberste Verfassungsgericht kaltstellt.
Diese waren nämlich gerade dabei, die zu unrecht eingesetzte Verfassungsversammlung aufzulösen.
Doch nun kommt Mursis neues Dekret.
In der neuen Verfassungserklärung des Präsidenten, die sein Sprecher Jassir Ali im staatlichen Fernsehen vortrug, heißt es: „Kein Justizorgan hat das Recht, das Verfassungskomitee oder den Schura-Rat (die zweite Parlamentskammer) aufzulösen.“ Die Umsetzung der Entscheidungen des Präsidenten dürften von keinem Gericht behindert werden. Damit seien alle von der Justiz bisher für ungültig erklärten Dekrete Mursis wieder wirksam.

Fast alle liberalen Mitglieder haben das Verfassungskomitee inzwischen verlassen. Sie wollen damit gegen die aus ihrer Sicht mangelnde Kompromissbereitschaft der Islamisten protestieren.
Um seine Kritiker in den Reihen der sogenannten „Revolutionsjugend“ zu besänftigen, verfügte Mursi außerdem, dass alle Prozesse wegen der Tötung von Demonstranten bei den Protesten gegen Mubarak 2011 wieder aufgerollt werden.

Mehrere liberale und linke Parteien riefen für diesen Freitag zu einer Demonstration gegen die Regierung und die Muslimbrüder in Kairo auf. Der ehemalige Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, rief die liberalen Parteien zu einer Krisensitzung zusammen.
Ich hoffe das sich in nächster Zukunft einige mutige Menschen finden, die dieses mal für ein wirklich freiheitliches Ägypten kämpfen und diesen falschen Pharisäer Mohammed Mursi aus dem Präsidentenpalast in Kairo jagen.

Es reicht Tom….

…., denn wenn man eine Sache zu sehr übertreibt wird sie bedeutungslos.

Erst stundenlang auf dem Sofa sitzen, gute Miene zum bösen Spiel machen und dann ablästern ist irgendwie doof. Auch mit „Augenzwinkern“. Selbst, wenn es sich um ein Hollywood-Urgestein wie Tom Hanks handelt.

Sorry, man kann auch mal „Nein“ sagen, wenn man keine Lust hat auf eine Bremer-Stadt-Musikanten-Mütze hat. Man muss die Zuschauer auch nicht mit seinen persönlichen Handyschnappschüssen aus Eisenhüttenstadt langweilen. Jetzt fällt es einem natürlich echt nicht so leicht, etwas Positives über Eisenhüttenstadt zu sagen, aber es gibt bestimmt was! Die Leute, die dort leben, wissen das. Was Sie noch nicht wussten, ist, dass Hollywoodstars neuerdings anscheinend extra dorthin reisen, um so eine Art Grusel-Disney-Tour zu machen: „Seht mal, so scheiße sah es hier früher überall aus, haha, ist das nicht zum Davonrennen, ach nee, ging ja nicht!?“ – „It’s fascinating“, sagt er, aber man merkt deutlich seinen Argwohn gegen dieses Monument der sozialistischen Bauweise. Und das ist ja auch berechtigt, aber Mr. Hanks ist da eigentlich nur hingefahren, um mit seinem zur Verfügung gestellten Schlitten mal richtig Gas zu geben auf der deutschen Autobahn. Doch genug darüber.

Eigentlich sollte man nun den gnädigen Mantel des Schweigens darüber breiten, was sich letzten Samstag bei „Wetten, dass..?“ zugetragen hat, aber in der „Bild“-Zeitung wurde in den letzten Tagen das Blättchen, äh, das Fähnchen so in den (West-)Wind Hollywoods gehängt, dass es kaum mehr auszuhalten ist.
Wer die Sendung nicht sehen mag, muss es auch nicht. Wer nicht hingehen mag, muss es auch nicht. Aber lasst gefälligst den Menschen ihren Spaß, die Freude an dem Format haben.
Herr Lanz macht seine Sache nämlich nicht schlecht. Und er ist wenigstens nicht so undankbar wie ein Gewisser Herr G. der auch nur ab und an mal aus den USA zu Besuch kommt.

Also, festzustellen ist, und festzuhalten bleibt und darüber wird zu reden sein: Der Tom Hanks ist ein toller Schauspieler. Gerade tingelt er durch die Lande, um seinen neuen Film „Cloud Atlas“ zu bewerben. Da kann einem der eine oder andere Termin schon mal nicht so locker von der Hand gehen. Und keiner kann uns erzählen, dass niemand Tom Hanks und auch Halle Berry, die von Anfang an auf dem Sofa saß, als hätte sie einen Stock verschluckt, gesagt hätte, dass diese Familienshow zu den längsten in der deutschen TV-Geschichte zählt. Und Tom Hanks war bereits bei „Wetten, dass..?“ – anno irgendwann, als der Gottschalk das noch gemacht hat: „Ich war schon einmal mit Leo DiCaprio dort. Ich habe die Show damals nicht verstanden, und ich verstehe sie heute noch weniger.“ Scheinbar hat er deswegen angefangen wie ein „Brüllaffe“ zu „randalieren“, als er den Tisch umwarf. Du bist Tom Hanks und nicht Lou Ferrigno alias „Der unglaubliche Hulk“.

Lanz muss sich das in der „Bild“ jedenfalls nicht reinziehen, wir wissen doch, wo es herkommt: Wenn die „Leser-Reporter“ schreiben, dass sie sich „im Namen der Deutschen entschuldigen möchten“, dann ruft das sicher viel Beifall hervor, aber auch Ablehnung. Und zwar hier: Nein, eine Entschuldigung ist wirklich überflüssig! Anbiedernde Äußerungen wie: „Es tut mir so leid, was Markus Lanz Ihnen angetan hat!“, sind geradezu grotesk.

Und jetzt ist Schluss, denn es gibt wirklich wichtigere Dinge. Und dazu gehören NICHT die Wahlen in den USA!
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