Archiv | September 2012

Schnipp Schnapp Schniedel ab!

So ging es einem kleinen Jungen in Köln der falsch beschnitten wurde.
Und so wird es nicht nur ihm ergangen sein.
In den tausende von Jahren alten Ritual wird schon des öfteren mal etwas fehlerhaft gelaufen sein.
Nachdem der Bundesgerichtshof die religiöse Beschneidung als Körperverletzung unter Strafe gestellt hat, will die Bundesregierung diesen archaischen Akt nun wieder legalisieren.
Nur damit religöse Minderheiten in Deutschland ihren Willen bekommen.

Beschneidung

Auf der Facebook-Seite von Frank Walter Steinmeier, den ich eigentlich sehr schätze, ist gestern eine große Diskussion über dieses Thema entbrand. Herr Steinmeier begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung die Beschneidung wieder zu legalisieren.
Da stand er unter seinen Fans aber allein auf weiter Flur.
Mittlerweile über 100 Kommentare standen dem Thema negativ gegenüber.
Ich gehörte zu den moderaten Gegnern. Meiner Meinung nach sollte die Beschneidung von Kindern als Körperverletzung verboten bleiben. Es ist ein unnötiger operativer Eingriff, welcher hohe Risiken birgt und der keinerlei Nutzen hat.
Viele rufen nun laut das Wort Religionsfreiheit in die Menge.
Erstens steht die Religionsfreiheit IMMER hinter dem Recht auf körperliche Unversehrtheit an.
Und Zweitens hat eine Beschneidung überhaupt nichts mit Religionsfreiheit zutun. Das Gegenteil ist der Fall, denn ein Baby oder Kleinkind ist wohl kaum in der Lage über seine Religionszugehörigkeit zu entscheiden.
Mit einer Beschneidung wird das Kind gebrandmarkt und in eine Religion gezwungen, welcher es vielleicht gar nicht angehören will. Eine Beschneidung kann keiner wieder rückgängig machen. Was ab ist, ist ab.

Massenabfertigung

Ein Kommentator hat gemeint: “ Wer die Beschneidung verbieten will, muss auch die Taufe verbieten. Denn ein Kind kann sich nicht aussuchen ob es dem christlichen Glauben angehören will. “
Dieser arme Drops wurde gleich massenhaft niedergemacht.
Ich sah mich genötigt diese Meinung zu verteidigen.
Denn der Mann hat recht! Natürlich hat auch die Taufe nichts mit Religionsfreiheit zutun. Denn in dem Alter der Taufe und der Kommunion sind Kinder nicht berechtigt über ihre Religionszugehörigkeit zu entscheiden. Und das ist falsch.
Ich habe nichts gegen Religionen. ABER sie sollten ihre Mitglieder erst mit der Vollendung des 18. Lebensjahres, also mit der Volljährigkeit aufnehmen. Denn nur dann ist man wirklich in der Lage über seine Religion frei zu entscheiden.
Laut deutschem Gesetz ist man ja ab 14 Jahren berechtigt über seine Religion selbst zu entscheiden.
Aber sind wir mal ehrlich. Im Grunde stimmt das doch nicht. Denn die Eltern sitzen immer noch am längeren Hebel.
Man ist wirtschaftlich von ihnen abhängig und wenn sie sagen man MUSS sich konfirmieren lassen, was soll man da entgegenhalten? Vielleicht Klagen, aber welcher Teenie macht das schon und verklagt seine Eltern?

Andere Länder können dies handhaben wie sie wollen aber in Deutschland ist Körperverletzung eine Straftat.
Und so sollte eine Beschneidung auch angesehen werden.
Allein wenn man sieht mit was für Werkzeugen an den armen Piefkes rumgeschnippelt wird.

Fleischermesser zur Beschneidung

Man muss sich sowieso fragen, wie verstaubt eine Religion sein muss, wenn alles an einem so kleinen Stück Haut hängt.
Sollte das Wohl eines Kindes nicht über solchen religiösen Befindlichkeiten stehen?

„Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing‘.“ ….

…. Dies sagte schon der berühmte deutsche Minnesänger Walther von der Vogelweide im 12. Jahrhundert.
Dies wird sich auch die ehemalige Kandidatin für den Bundesvorsitz der Piratenpartei Julia Schramm gedacht haben.
Denn anders kann man sich ihre Doppelzüngigkeit nicht erklären.

Als Piratin vertritt sie laut ihrer Rede auf dem Bundesparteitag in Neumünster folgende Positionen:

„Daher fordere ich, das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern, um die allgemeine Verfügbarkeit von Information, Wissen und Kultur zu verbessern, denn dies stellt eine essentielle Grundvoraussetzung für die soziale, technische und wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Gesellschaft dar.“

Doch nun steht die Vorzeigepiratin mal auf der anderen Seite.
Vor kurzem veröffentlichte sie ihr Buch “ Klick mich – Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin “ im Verlag Random House.

Sie erzählt in diesem Buch sowohl über ihre Erfahrungen mit dem Internet als auch über Liebe, Sex, Verrat, Aufklärung und Freiheit.
Für dieses Buch erhielt sie einen Vorschuss von 100.000 Euro. Diese und noch ein paar Scheinchen mehr, möchte die Verlagsgruppe durch die Buchverkäufe wieder einnehmen.
Nun dachte sich ein geschickter Internetnutzer, wer Wasser predigt, möchte das Selbige auch trinken. Das Buch wurde online gestellte und war zunächst als komplettes Dokument beim Datenaustauschdienst Dropbox zum Download bereit.
Dies gefiel Frau Schramm so gar nicht und sie forderte auf dem rechtlichen Wege die Löschung.
Das Dokument musste verschwinden. Wie sollte die Autorin denn sonnst Geld verdienen?
Das ging selbst ihrer Partei zu weit und sie stellten auf ihrer Seite einen kostenlosen Link zu dem Buch zur Verfügung.
Auch dagegen ging Parteimitglied Schramm gerichtlich vor.

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung äußerte sich Schramm nun wie folgt:

„Das ist eine Provokation, es geht nur darum, mich vorzuführen, jetzt krakeelt eben wieder der Mob in der eigenen Partei“.
Das ihre Parteifreunde darüber “ not amused “ waren ist wohl klar.

Wer Wasser predikt und Wein trinkt ist wohl nicht die glaubwürdigste Verfechterin von Internet-Freiheit.
Schramm glaubt aber, “ dass sie in der Urheberrechtsdebatte eigentlich genau die richtige Person sei. Der Wind pfeift uns da um die Ohren.“ Ihr selbst nun noch ein bisschen heftiger.

Hoffentlich ist diese Parteikarriere nun bald am Ende denn sonnst geht es mit der Piratenpartei noch weiter ab als in den letzten Wochen.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der EU Garant?…

… Der Deutsche ist es weit und breit, nur in Griechenland ist der Gedanke noch nicht so weit.

Eine Umfrage in den Ländern der Europäischen Union hat ergeben, dass die Deutschen als das am härtesten arbeitende Volk Europas angesehen werden. Nur die Griechen sind da anderer Meinung.

Ob Britten, Franzosen oder Polen, selbst die von sich überzeugten Italiener halten die Deutschen für das arbeitsamste Volk in Europa.
Nur die Meinung in Griechenland weicht mal wieder von der üblichen Norm ab.
Wen werden die Griechen wohl am fleißigsten halten? Den Griechen natürlich.
Obwohl eine Studie des Instituts für Europäische Politik das Gegenteil sagt.
Laut einer Studie die von Brüssel in Auftrag gegeben wurde, sind die Griechen an letzter Position wenn man die Arbeitsstunden pro Woche und die Urlaubs- und Krankentage zusammenrechnet.
Die Griechen sind damit die Faulenzer in Europa.

Ein Grieche bei der Arbeit
Ein Grieche bei der Arbeit

Der Deutsche ist im übrigen laut dieser Studie tatsächlich der fleißigste Arbeiter.
Allerdings ist sich der Deutsche darüber auch im klaren.
Denn der Deutsche fand in dieser Europaweiten Umfrage ganz klar, dass der Deutsche das fleißigste Bienchen der EU ist.
Ganz schön eingebildet sind wir Deutschen.
Aber ein kleines bisschen haben wir es uns auch verdient.

Der Deutsche Arbeiter
Ein Deutscher Arbeiter

Nur durch die harte Arbeit des Deutsche und durch seine Preußischen Tugenden darf Deutschland seinen heutigen Ruf in der Welt genießen.
Darauf kann man schon ein wenig stolz sein.

Aus aktuellem Anlass – Der Hass auf den Westen

Gestern erst habe ich über die Zustände in der Islamischen Welt geschrieben.
Aus aktuellem Anlass möchte ich dieses Thema heute noch einmal aufgreifen.
Gestern erst schrieb ich von den Angriffen auf US-Auslandsvertretungen in der Islamischen Welt.
Heute hat sich dieser Hass auch gegen Deutschland gerichtet.

Ein Mob von aufgebrachten Demonstranten hat die Deutsche Botschaft in Khartum angegriffen und in Brand gesteckt.
Hunderte gewalttätige Demonstranten drangen in das Deutsche Botschaftsgelände ein, rissen die Deutsche Flagge runter und zündeten sie an. Anschließend hissten sie eine Islamische Fahne auf dem Botschaftsgelände.

Die Sudanesischen Sicherheitskräfte schossen mit Tränengas in die Mengen und versuchten die Aufständischen mit Wasserwerfern auseinanderzutreiben.
Nachdem der marodierende Mob mit der Deutschen Botschaft fertig waren, zogen sie gegen die Britische Botschaft.
Auch diese fing Feuer.
Bundesaußenminister Westerwelle konnte inzwischen aber vermelden, dass das Deutsche Botschaftspersonal in Sicherheit sei. Der sudanesische Botschafter wurde einbestellt um ihm eine offizielle Protestnote zu übergeben.
Damit wird er sich wahrscheinlich den Popo abwischen. Doch der Schutz unserer Auslandsvertretungen kann damit nicht sichergestellt werden.
Das Auswärtige Amt gab derweil bekannt, dass die Sicherheitsvorkehrungen in allen Botschaften in der Arabischen Welt erhöht worden sind.
Auch die Bundeswehr wurde in Alarmbereitschaft versetzt. Die Deutschen Stützpunkte wie z.B. in Afghanistan sollen ab sofort zusätzliche Schutzmaßnahmen ergreifen.

Derweil ist es in weitern Ländern mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit zu Protesten und Kundgebungen gekommen.
In Kairo rief die Muslimbruderschaft, welche an der Regierung beteiligt ist, zu einer Großkundgebung auf.
Für heute Nachmittag werden bis zu einer Millionen Demonstranten erwartet.
Die Ägyptische Armee hat zum Schutz des Botschaftsviertels Panzer auffahren lassen und sämtliche Zufahrtsstraßen mit Betonwänden und Prellböcken blockiert, um ein eventuelles Durchbrechen der Demonstranten zu verhindern.

In der Jemenitischen Hauptstadt Sanaa starben 3 Menschen als ebenfalls die Vertretung der USA angegriffen wurde.

Auch im Saudi-Arabischen Riad kam es zu Ausschreitungen im Botschaftsviertel. Obwohl Demonstrationen in Saudi-Arabien prinzipiell verboten sind. Die Sicherheitskräfte bekamen die Situation aber schnell in den Griff.

In Bangladesch verbrannte eine aufgebrachte Menschenmenge Fahnen der USA und Israels und riefen „Zerschmettert den dreckigen Juden die Hände“.
Eine Spezialeinheit der Armee Bangladeschs beendete den Spuk.

Man sieht dass der Hass auf den Westen tief sitzt.
Da wirken solche unangebrachten und dummen Filme, wie dieser Mohammed-kritische Film der derzeit in den USA Furore macht nur noch als Brandbeschleuniger.
Nun leben die Macher dieses Films unter Polizeischutz. Wer Hass sät wird Hass ernten.
Als ob es so nicht schon schlimm genug wäre.
Jeder soll das glauben was er möchte, solange er den anderen Menschen damit nichts zuleide tut.

Leute nehmt euch in Acht, die Islamisten übernehmen die Macht

So oder ähnlich könnte der morgige Leitartikel einer großen Deutschen Tageszeitung mit den 4 Buchstaben heißen.
Und so unrecht hätten sie vielleicht nicht einmal damit.
Traurig aber wahr. Der „Arabische Frühling“ ist für mich gescheitert.
Die Menschen die in Ägypten, Libyen und anderenorts für Freiheit und Demokratie gekämpft haben, stolpern fast übergangslos von der einen in die andere Diktatur.

Parade

Vor 2 Jahren waren die Diktatorischen Regime von Mubarak, Gaddafi und Ben-Ali noch Garanten für Stabilität und Sicherheit. Sie wurden als verlässliche Partner und „Freunde“ in der westlichen Welt angesehen und geschätzt.
Über Menschenrechtsverletzungen und Repressalien wurde immer großzügig hinweggesehen.
Bis der Wind aus einer anderen Richtung wehte.
Die Bürger der Arabischen Welt witterten den Duft von Freiheit. Demokratie war ihr Ziel.
Der Westen bot bereitwillig Unterstützung an und fiel seinen langjährigen Partnern von heute auf morgen in den Rücken.
Die Regime in Kairo, Tunis und Tripolis fielen. Andere, wie das in Damaskus wanken und andere sitzen wieder oder weiterhin fest im Sattel.

Viel Blutzoll musste für die „Befreiung“ gezahlt werden. Doch war dieser Preis nicht vielleicht ein wenig zu hoch?
Was haben die Menschen nun, nach über einem Jahr?
Die Islamisierung ihrer Länder.

Wenn wir nach Kairo sehen, sehen wir Mohammed Mursi. Den Führer einer Islamistischen Partei.
Lange hat sich das Militär gegen eine Machtübernahme Mursis gesperrt. Nun wurden die Oberbefehlshaber der Streitkräfte ausgetauscht. Genau die Männer, die die letzte Hoffnung des Westen und des Staates Israel waren, Frieden und Freiheit im Nahen Osten herzustellen.

In Tunis ist der gemäßigte Mediziner Moncef Marzouki der Einzige der dem Islamischen Ministerpräsidenten Hamadi Jebali momentan die Stirn bieten kann. Leider hat die Gesetzgebende Versammlung Marzouki nur für 1 Jahr zum Präsidenten Tunesiens gewählt. Bei den derzeitigen Auseinandersetzungen ist es fraglich, dass ein so liberal denkender Mensch in diesem Amt bestätigt wird.

Seit gestern haben nun auch in Libyen die Islamisten die Macht übernommen.
Der moderate Libysche Ministerpräsident Mahmud Dschibril, der bereits Vorsitzender des Übergangsrats während der Befreiung von der Gaddafi-Herrschaft war, wurde gestern in einer Kampfabstimmung abgewählt.
Der Allgemeine Nationalkongress wählte nun den Islamisten Mustafa Abu Schagur zum neuen Libyschen Regierungschef.
Diese Abwahl war die Retourkutsche für die Entlassung zahlreicher islamistischer Mitglieder des Nationalen Übergangsrates, welche Ministerpräsident Dschibril nach dem Mordanschlag auf den Innenminister und ehemaligen Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalen Befreiungsarmee Yunis durchgesetzt hatte.
Der Ministerpräsident wollte nicht hinnehmen, dass Mitglieder seiner Übergangsregierung in Mordanschläge verwickelt sind. Dafür musste er seinen Posten räumen.

US Botschafter

Für Sicherheit oder gar für Frieden hat, und wird wohl keiner dieser Männer sorgen.
Vor 2 Tagen, am 11. September erst, wurde der US-Amerikanische Botschafter in Libyen bei einem feigen Angriff auf sein Konsulat getötet.
Die Amerikanische Botschaft in Kairo wurde ebenfalls gestürmt. Zum Glück ging dieser gewaltsame Akt glimpflicher aus.
Aus Kairo kamen ein paar beschwichtigende Worte des Bedauerns. Doch Hintermänner wurden nicht gefasst.

Ob es den Menschen in Ägypten, Libyen oder Tunesien nun besser geht, mag ich bezweifeln.
Repressalien gibt es weiterhin hin. Menschenrechte wurden nicht gestärkt und von Demokratie kann keine Rede sein.

Doch die düstere Fratze des Terrorismus ist für die Westliche Welt ein ganzes Stück näher gerückt, seit die Bollwerke in Kairo, Tripolis und Tunis gefallen sind.

Ich werde alt

Nun ist es soweit. Die Knochen sind ja schon lange gebrechlich.
Nun habe ich meine Private Krankenschwester. Ja als Volljurist kann man sich sowas leisten.
Ich bin froh, dass mein Schatz gleichzeitig meine Krankenschwester ist, denn vor fremden Frauen lasse ich ungern meine Hosen runter.

Krankenschwester

Gestern musste ich dies jedoch tun. Also die Hosen runterlassen.
Mein Schatz musste mir ganz professionell 3 Spritzen verabreichen, weil mein Orthopäde zu faul, ähhh zu beschäftigt dazu ist. Oder wie er sagte: „Sagen Sie ihrer Freundin schönen Gruß, die macht das schon.“ Nur gut dass sie das mal gelernt hat. Sie hat es super klasse hinbekommen. Ist eben ein Profi mein Schatz.

Dann hatte ich gestern noch eine ganz große Freude.
Als ich zum Postkasten gegangen bin, hatte ich einen Brief der Anwaltskammer Sachsen-Anhalt drin.
Ich war schon ganz erschrocken. Was wollen die von mir?
Als ich den Brief öffnete war die Freude aber groß.

Ich habe die Zulassung für meine erste eigene Anwaltskanzlei bekommen die ich unter meinem Namen führen darf.
Ich bin sooooooooooooooooooooooo…………ooooooo STOLZ!
Wir haben trotz Spritzen mit einem kleinen Spritzer darauf angestoßen.

Nun kann es so richtig los gehen.
Ich freue mich einfach nur auf die kommenden Aufgaben in meinem Job.

Es lebe Chile! Es lebe das Volk! Es leben die Arbeiter!

Dies waren die letzten Worte des legitimen Chilenischen Präsidenten Salvador Allende. Ausgestrahlt in seiner letzten Radioansprache an sein Chile. Übertragen am Morgen des 11. September 1973 um 7:55 Uhr durch Radio Corporación.

Salvador Allende

1970 wurde der Chilenische Arzt und Gewerkschafter Salvador Allende, vom Volke Chiles zum Staatspräsidenten gewählt.
Allende vertrat eine liberal-sozialistische Politik. Zu sozialistisch für den Westen.
Die US-Regierung unter Richard Nixon sah die Sozialisierung Chiles unter Allende als Gefahr.
Sie sahen die Einflussnahme der Sowjetunion in unmittelbarer Nachbarschaft als Bedrohung an.
Doch diese Gefahr war eigentlich nicht vorhanden, denn die Regierung Allende hatte wenig Interesse am Kalten Krieg.
Es ging ihnen um Chile und um das Volk.
Im Laufe seiner ersten Legislaturperiode gab es auch starke Unruhen in Chile.
Unter anderem wegen der Verstaatlichung von Bodenschätzen.
Anfang 1973 kam es wieder zu Wahlen und die Partei Allendes konnte ihren Stimmanteil nochmals steigern.

Vor allem dem nationalen Sicherheitsberater der USA, dem späteren Außenminister und Friedensnobelpreisträger (hüstel, für was? Verbrechen gegen die Menschlichkeit?) Henry Kissinger war dies zu viel.
Er wies die CIA an, in Chile stärker aktiv zu werden als es bis jetzt der Fall war.
Die USA planten ein aktives Eingreifen in die Belange Chiles.

Der 11. September 1973 wurde als Datum ausgewählt.
Am diesem Morgen wurde Präsident Allende um 6:20 Uhr durch das Telefon geweckt.
Er wurde informiert, dass sich die Flotte in seiner Geburtsstadt Valparaiso, der größten Hafenstadt Chiles gegen ihn erhoben habe und seinen Rücktritt forderte.
Der Präsident versuchte sofort den Generalstabschef Augusto Pinochet zu erreichen. Er meldete sich jedoch nicht.
Allende begab sich mit seinem Kabinett und einigen Freunden in den Präsidentenpalast La Moneda.
Neben seinen Leibärzten war auch seine langjährige Sekretärin und Geliebte in den Präsidentenpalast gekommen.
Nur der bereits festgenommene Verteidigungsminister fehlte.

Um 8:00 Uhr war die Sache klar. Die Putschisten gaben sich in einer Radioansprache als Militärregierung zu erkennen.
Die Leitung hatte der Chef der Streitkräfte General Pinochet.
Sie forderten den Präsidenten auf seine Rücktrittserklärung zu unterzeichnen.
Im Gegenzug würde ihm und seinen Angehörigen die sofortige Ausreise in ein Land ihrer Wahl gewährt.
Dies lehnte Allende jedoch ab. Die jahrelange Arbeit sollte nicht umsonst gewesen sein.
Nach Ablauf eines Ultimatums drohten die Putschisten den Präsidentenpalast zu bombardieren.
Daraufhin forderte der Präsident die Palastgarde und alle Unbewaffneten auf den Palast zu verlassen.
Nur er und einige Getreue blieben zurück.

Nun hatte Salvador Allende das letzte mal die Möglichkeit, sich in einer Radioansprache an sein Volk zu wenden.
Da mich diese Worte sehr bewegt haben, möchte ich sie kurz zitieren:

„Mit Sicherheit ist dies die letzte Gelegenheit, mich an Sie zu wenden. Mir bleibt nichts anderes, als den Arbeitern zu sagen: Ich werde nicht aufgeben! In diesem historischen Moment werde ich die Treue zum Volk mit meinem Leben bezahlen. Sie haben die Macht, sie können uns überwältigen, aber sie können die gesellschaftlichen Prozesse nicht durch Verbrechen und nicht durch Gewalt aufhalten. Die Geschichte gehört uns und sie wird durch die Völker geschrieben. Arbeiter meiner Heimat: Ich möchte Ihnen für Ihre Treue danken. Es lebe Chile! Es lebe das Volk! Es leben die Arbeiter! Dies sind meine letzten Worte und ich bin sicher, dass mein Opfer nicht umsonst sein wird, ich bin sicher, dass es wenigstens ein symbolisches Zeichen ist, gegen den Betrug, die Feigheit und den Verrat.“

Deutsche Übersetzung der letzten Rede Salvador Allendes ( Audio )

Letzte Rede Salvador Allendes bei Radio Magellan ( Original Audio )

Letzte Rede von Präsident Allende in Schriftform Deutsch und Spanisch

Nur noch wenige Chilenen konnten diese letzten Worte vernehmen, bevor die Stimme Salvador Allendes für immer verstummte. Die Chilenische Luftwaffe hatte bereits mehrere Radiosender und TV-Stationen ausgeschalten.

Ab 11:55 Uhr griffen Kampfjets der „Fuerza Aérea de Chile“ vom Typ Hawker Hunter den Präsidentenpalast La Moneda an. Auch regierungsfreundliche Radiosender sowie einige Viertel der Hauptstadt, in denen mehrheitlich Aktivisten und Sympathisanten der Unidad Popular ( Allendes Partei ) wohnten, sollen bombardiert worden sein. Erstes Opfer des Putsches wurde einer der engsten Freunde des Präsidenten, der bekannte Journalist und Leiter des Fernsehsender Canal 7, Augusto Olivares („El Perro“). Dieser nahm sich im Erdgeschoss der Moneda mit einem Sturmgewehr das Leben. Mitten im Chaos ordnete Allende eine Schweigeminute für diesen an.

Gegen 14:00 Uhr begann die Armee mit der Erstürmung des Palastes. Nach kurzem Gefecht ordnete Allende die Kapitulation an. Nur er selbst blieb im „Saal der Unabhängigkeit“ zurück.
In seinem Büro nahm sich der Präsident mit 2 Schüssen seines AK 47 das Leben.
Seine Selbsttötung wurde durch seine Ärzte Patricio Guijón und José Quiroga bezeugt, die den Suizid beobachteten. Neben den beiden überlebenden Ärzten wurden fünf weitere Personen des näheren Umfelds Allendes Augenzeugen seines Suizides.

Trotzdem glaubten einige Anhänger, Allende sei von eingedrungenen Soldaten erschossen worden, die dann einen Selbstmord inszeniert hätten. Im Jahre 1990, nach Ende der Militärdiktatur, wurde der Suizid des Präsidenten durch eine erneute Obduktion bestätigt, deren Ergebnisse im Einklang mit den Aussagen der Augenzeugen sowie des polizeilichen Untersuchungsberichts stehen. Seine Angehörigen (Ehegattin, Tochter) bestätigten diesen Ablauf.

Damit war das Leben eines großen Reformers, eines großen Menschen zu Ende.
Die Herrschaft der Putschisten aber noch lange nicht.
Die Militärregierung unter Augusto Pinochet konnte sich noch bis 1990 an der Macht halten.
Bis zu seinem Tod im Jahre 2006 wurde Augusto Pinochet nicht für seine Verbrechen zur Verantwortung gezogen.
Zehntausende Menschen fielen dem brutalen Regime zum Opfer. Tausende verschwanden.
Angeblich wurde Unzählige von Militärflugzeugen aus ins Meer geworfen, nachdem Sie im Stadion von Santiago zusammengetrieben worden sind.

Einige konnten fliehen. Unter ihnen 20.000 die sich in die DDR absetzen konnten.
Der Abteilung für Aufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR war kurz vorher zu Ohren gekommen, dass es einen Putsch gegen die Regierung Allende geben soll. Eine Warnung an die DDR Botschaft in Santiago erreichte diese aber zu spät.

Der Putsch gegen die Regierung Allende wurde nur im sozialistischen Ausland verurteilt.
Der Westen jubelte sogar.
Der CSU-Politiker Franz Josef Strauß sagte z.B.: „Angesichts des Chaos, das in Chile geherrscht hat, erhält das Wort Ordnung für die Chilenen plötzlich wieder einen süßen Klang.“

Doch der schlimmste war der US-Sicherheitsberater Henry Kissinger.
Dieser wurde u.a. mit folgenden Aussprüchen berühmt:
„Ich sehe nicht ein, warum wir nichts tun und zusehen sollten, wie ein Land durch die Unverantwortlichkeit seines eigenen Volkes kommunistisch wird. Die Angelegenheiten sind viel zu wichtig, als dass sie den chilenischen Wählern zur Entscheidung überlassen werden könnten.“

„Es ist ein fester und andauernder Grundsatz, dass Allende durch einen Staatsstreich gestürzt wird. […] Es ist geboten, dass diese Maßnahmen heimlich und sicher vollzogen werden, so dass die US-Regierung und die amerikanische Hand wohl verborgen ist.“

Allein dies belegt schon die verbrecherischen Methoden mit der sich die US-Regierung in die Belange anderer Völker einmischt.
Männer wie Henry Kissinger gehören vor den Strafgerichtshof der Vereinten Nationen und nicht in die Liste von ehrenwerten Nobelpreisträgern.

Diesen Artikel widme ich Salvador Allende und allen Opfern des Pinochet Regimes.

Ein Leben hinter Schloss und Riegel

Nein liebe Freunde. Ich habe noch nicht geheiratet 😉
Meine Liebste und ich haben gestern nur einen Ausflug auf die Festung Hohenasperg gemacht.
Die Festung über Asperg in der Nähe von Ludwigsburg war von 1535 an eine Trutzburg des Herzogtums Württemberg.
Ab 1693 diente sie mehrere Jahrhunderte als Gefängnis des Landes.
Diesen Zweck erfüllt sie immer noch. Bis heute ist das Vollzugskrankenhaus des Landes Baden-Württemberg darin untergebracht.
Schwer erkrankte Straftäter sitzen dort ihre reguläre Strafe ab. Auch werden Therapien im Sozial- und Sexualbereich angeboten.

Auch so einige bekannte Namen tauchen in den Haftlisten auf, welche man sich auf der Festung ansehen kann.
Unter ihnen Joseph Süß Oppenheimer. Der Finanzsekretär von Herzog Karl Alexander von Württemberg.
Er war eines der frühsten Opfer eines Justizmordes. Nach dem Tod des Herzogs wurde der unbeliebte „Steuerteufel“ unter falschen Beschuldigungen gehängt und seine Leiche 6 Jahre in einem Metallkäfig ausgestellt.
Seine Geschichte war die historische Vorlage für Wilhelm Hauffs Novelle Jüd Süß.
Noch die Nationalsozialisten nutzten die Geschichte des Jüdischen Finanzchefs am Hofe in Stuttgart für ihren propagandistischen Film Jud Süß.

Auch der Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart wurde unter falschen Vorwand auf Württembergisches Staatsgebiet gelockt und ohne Verhör, Anklage und Verurteilung als persönlicher Gefangener von Herzog Karl Eugen gehalten, da diesem die Ansichten in seinen Veröffentlichungen nicht passten.
Anschließend ließ der Herzog seinen Gefangenen weiter dichten und komponieren und verkaufte die Werke. Wobei er 2/3 der Einnahmen in seine eigene Schatulle steckte.

Zu Zeiten der Nationalbewegung von 1848/49 waren viele Separatisten in Hohenasperg inhaftiert.
In den Zeiten von 1870/71 im Deutsch/Französischen Krieg sowie in den Zeiten der beiden Weltkriege 1914/18 und 1939/45 diente es wiederholt als Kriegsgefangenenlager.
Auch in der Besatzungszeit nach 1945 wurden viele nationalsozialistische Größen und Führer der Wehrmacht und SS in Hohenasperg inhaftiert. Einige begingen dort Selbstmord.

Im August 1995 saß der Vater von Steffi Graf, Peter Graf wegen Steuerhinterziehung in Hohenasperg.
Auch Steffi Graf saß für kurze Zeit dort in Untersuchungshaft wegen des Verdachtes der Steuerhinterziehung. Wurde dann aber entlastet und freigelassen.

Auch einer der größten Serienmörder der Bundesdeutschen Geschichte Heinrich Pommerenke verbrachte seine 6 mal Lebenslängliche Freiheitsstrafe in Hohenasperg. Er saß von 1959 bis 2008 dort ein.
Der Gefangene konnte die Festung nur noch mit den Füßen zuerst verlassen. Er war damit der am längsten einsitzende Häftling in der Deutschen Geschichte.

Neben dem Gefängnis beherbergt die Festung eine Ausstellung des Hauses der Geschichte des Landes Baden-Württemberg.
Hohenasperg – Ein Deutsches Gefängnis
Wir haben uns die Ausstellung angesehen wo die Biographien von 22 berühmten Insassen vorgestellt werden.
Die Ausstellungen über die Folterwerkzeuge und die Kerker sind leider nicht mehr zu sehen.

Trotzdem war es ein schöner Tag.

Lebenslänglich – oder bis das der Tod uns scheidet

Auf diese Idee bin ich natürlich nicht gekommen als ich am 25.06. vorigen Jahres der Liebe meines Lebens begegnete.
Nach meiner langen Erkrankung und den negativen Erfahrungen in dieser Zeit, bin ich nicht mehr davon ausgegangen, dass ich nochmal der Liebe begegnen werde.
Wie jedes Jahr im Mai habe ich auch im vorigen Jahr meinen traditionellen Mallorca-Urlaub in Cala Ratjada verbracht.
Jedes Jahr besuche ich auch die nah gelegene Festung in Capdepera. Dies ist für mich ein Ruhepol. Ein Ort der Entspannung wo ich in mich gehen kann.

Seit letztem Jahr werden auch erstmals Führungen durch die Festungsanlage angeboten.
Ich bin dort mittlerweile schon recht bekannt, da ich zwei mal im Jahr dort in meinem Urlaub mehrmals die Woche aufschlage.
Nach einem netten Schwätzchen habe ich mich der Führung angeschlossen.
Auch dieses mal habe ich die Kapelle der Heiligen Esperanza, der Schutzpatronin von Capdepera besucht.
Die Fremdenführerin zeigte uns eine kleine Statue, welche mir die Jahre vorher nie so richtig aufgefallen war.
Es ist die Figur des Heiligen Miguel. Dem Patron der einsamen Herzen. Seit Jahrhunderten pilgern die einsamen Herzen Capdepera’s in die Kapelle der Heiligen Esperanza. Sie knien vor der Figur des Heiligen Miguel nieder, streicheln seinen Fuß und beten für ihr Liebesglück.

Mich hat die Geschichte und die alte Tradition ein wenig gerührt.
Ich habe zwar nicht so sehr daran geglaubt, dachte aber ich sollte es mal ausprobieren.
Ich kniete nieder, streichelte den Fuß der Figur und betete zum heiligen Miguel, er möge mir die große Liebe schicken.
Anschließend ging ich meiner Wege.

Ich flog wieder nachhause. Kurz vor dem Urlaub hatte ich mich entschlossen ein Profil bei Facebook zu erstellen.
Als ich so meine alten Freunde durchging, stieß ich auf eine alte liebe Freundin aus Grundschulzeiten.
Dani und ich begannen ein wenig über Facebook zu schreiben.
Wenige Tage nach meinem Urlaub sollte in meiner Heimatstadt das jährliche Stadtfest beginnen und meine Schulfreundin wollte auch kommen.
Wir haben uns auf einen Kaffee verabredet und haben uns auf den neuesten Stand gebracht.
Anschließend kam auch noch ihr Freund. Als auch wir uns sehr gut verstanden haben, fragten sie mich ob ich nicht am Abend mit ihnen mitkommen wolle. Nach kurzem Zögern sagte ich zu.
Wir hatten einen schönen Abend und verabredeten uns für den nächsten Abend noch einmal.
Dani fragte mich ober ich etwas dagegen hätte wenn ihre beste Freundin uns begleiten würde.
Bis auf eine kurze Anekdote aus dem Schwimmunterricht zu Grundschulzeiten erzählte sie mir nicht viel von ihrer Freundin. Ich hatte jedoch kein Problem damit. Wenn Dani mit ihr befreundet ist, wird sie schon ganz nett sein.

Eigentlich sind solche Feste nichts für mich. Ich mag diese Menschenaufläufe nicht so sehr. Ich freute mich dennoch.
Als ich gegen 18:28 Uhr mein Heim verließ, konnte ich noch nicht ahnen was mir widerfahren wird.
Nach einem kurzen Weg von 2 Minuten, bog ich in die Straße ein, wo der Festplatz liegt.
Ich sah Daniela und ihren Freund Felix schon von weitem am Eingang stehen.
Doch Moment mal. Wer ist diese gut aussehende junge Frau in dem sexy Kleid neben den Beiden? Warum hat mir Dani nicht vorher gesagt, dass sie eine so attraktive Freundin mitbringt. Da hätte ich doch ein wenig mehr aus mir machen können.

Ich kam an, begrüßte Dani und Felix und stellte mich der jungen Frau vor.
Das Erste was ich sah, waren ihre stechend grünen Augen. Sie strahlten wie Smaragde. Sie hatte ein süßes Lächeln und schien sehr freundlich zu sein.
Wir kamen ziemlich schnell ins Gespräch. Ich bin ja eine kleine Plappertasche.
Wir erzählte von meinem Studium, von ihrer Arbeit, usw.
Wir hatten einen sehr sehr schönen Abend.

Für den nächsten Tag hatte uns Dani zu einer Spielerunde und zum Grillen in den Garten ihrer Familie eingeladen.
Es stand Trivial Pursuit auf dem Programm.
Da ich schon am Abend vorher gemerkt habe wie viel Dani’s Freundin im Kopf hat, haben wir beschlossen ein Team zu bilden. Wir haben keine schlechte Figur gemacht. Bei ein paar Steaks und Würstchen und selbstgemachtem Kartoffelsalat hatten wir einen tollen Abend.
Ich hatte mich an der Zubereitung des Kartoffelsalates beteiligt. Und gleich meine Chance genutzt der schönen jungen Frau etwas näher zu kommen.
Ich hatte ein Polo-Shirt an und ein Halstuch um.
Da es mir beim Schälen der Pellkartoffeln etwas warm geworden war, bat ich meine zukünftige Liebste mir mein Halstuch abzunehmen. Das war das erste Mal das wir uns näher gekommen sind.
Sie stand direkt vor mir und legte ihre Arme um meinen Hals um das Halstuch zu lösen.
Ich sah in Ihre leuchtenden Augen und mir wurde noch heißer.

Wie sang Vicky Leandros schon in einem ihrer großen Hit’s “ Ich hab die Liebe geseh’n, beim ersten Blick in deine Augen „.

Nun wusste ich was geschehen war.
Der Heilige Miguel hat mir die Frau geschickt die für mich bestimmt war.
Ich war verliebt.
Ich konnte den ganzen Abend die Augen nicht von ihr lassen. Immer als ich mich unbeobachtet gefühlt habe, habe ich sie aus den Augenwinkeln angesehen. Jedem am Tisch muss es aufgefallen sein. Nur meiner Liebsten nicht.
Ich war ganz traurig als der Abend zu Ende war.
Das Problem war, sie wohnte über 500 km von mir weg. Und ein Wiedersehen sollte schwierig werden.
Doch meine Gedanken kreisten nur noch um sie.
Dank meiner Beharrlichkeit und dank Facebook sind wir in Kontakt geblieben.
Und das Schicksal nahm seinen Lauf.

Heute schlafe ich jeden Abend neben dieser zauberhaften Frau ein und habe das Glück jeden morgen wieder neben ihr erwachen zu dürfen.

Danke heiliger Miguel und danke mein Schatz für deine Liebe.

Russische Verhältnisse

Planwirtschaft war ein Symbol für den Sozialismus.
Nun werden die sowjetischen Verhältnisse auch in Deutschland herrschen.
Mit Zwang will die Politik nun gegen den Ärztemangel auf dem Land vorgehen.
Diesen Paukenschlag kündigte nun der Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen an.
Ab sofort herrscht ein Zulassungsstopp für viele Fachrichtungen.
Unter anderem werden keine Zulassungen mehr für die Fachbereiche Jugendpsychiatrie, Neurochirurgie, Labormedizin, Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie und Humangenetik vergeben.
Damit sollen Jung-Mediziner gezwungen werden die wenig beliebten Fachrichtungen Allgemeinmedizin und Pädiatrie einzuschlagen.
In den nächsten 5 Jahren gehen über 40.000 Kassenärzte in Rente für die es bisher keine Nachfolger gibt.
Der Job als Landarzt ist nur wenig bis gar nicht attraktiv.
Die Bezahlung ist schlecht, die Arbeitszeiten nicht planbar und das Ansehen nicht mehr so groß wie früher.
Eine spezialisierte Facharztpraxis in der Stadt ist nicht nur lukrativer, dass tägliche Leben ist auch besser planbar. Denn ein niedergelassener Facharzt wird nicht mal eben so schnell zu einem “ Notfall “ gerufen wie der bekannte Hausarzt auf dem Land. Wobei der Notfall oft auch nur ein aufgeschlagenes Knie oder Nasenbluten sein kann.

Vielleicht sollte man das Ansehen und vor allem die Geldbörse eines Landarztes erst einmal stärken bevor man es mit Zwangsmaßnahmen wie in den schlimmsten Ostblock-Zeiten versucht.
Ich halte es nicht nur menschlich, sondern als Jurist auch rechtlich mehr als bedenklich wenn einem deutschen Staatsbürger sein Recht auf freie Berufswahl genommen werden soll.
Das Pferd wird mal wieder von hinten aufgezäumt.
Es sollte erst einmal eine Reform von Oben erfolgen. Dann könnte der Knüppel des Gesetzgebers auch im Sack bleiben.